Denken vor Handeln

 

Die philosophische Denkarbeit steht insbesondere vor der konkreten Umsetzung von Veränderungen. Oft werden kostenintensive Veränderungen durchgesetzt, die sich als nicht kompatibel mit dem Unternehmen erweisen oder aus anderen Gründen überflüssig sind.

Ein Mensch handelt zu etwa 80% irrational, nur etwa 20% sind rationale Handlungen. Dies gilt nicht nur für private, sondern auch für berufliche und unternehmerische Entscheidungen, gerade auch in unternehmerischen Veränderungs-Phasen, die viele durchdachte Entscheidungen erfordern. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit der Philosophie, rationales Denken und Begründen zu stärken. Dies gilt umso mehr in Zeiten, die durch galoppierende Schnelllebigkeit und immer größere Komplexität geprägt sind und wie sie auch im VUCA-Modell zusammengefasst werden (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity).

Bevor neue Fakten geschaffen werden, gilt es, sich der eigenen unternehmerischen Situation umfassend klar zu werden und sich darüber zu verständigen, was man eigentlich mit dem eigenen Unternehmen erreichen will. Veränderungen sind kein Selbstzweck, sondern sollen etwas bewirken.

Die richtigen Antworten für die Zukunft des Unternehmens erfordern zuerst die richtigen Fragen.

Hier setzt das philosophische Denken an und beschreitet methodisch klare Wege, die eigene Situation zu analysieren und aus dieser Analyse heraus neue Möglichkeiten denken und neue Strategien entwickeln zu können.

Philosophische Denkarbeit im Kontext von Unternehmen und Organisationen steht also an einer wichtigen Schnittstelle zwischen der Erkenntnis, dass Veränderungen anstehen und der konkreten Durchführung von Veränderungen.

Genau an diesem Punkt muss gut gedacht werden. Dann kann gehandelt werden.