Der Mensch

Der Mensch steht im Vordergrund philosophischer Arbeit.

Ein Unternehmen ist ein ausgesprochen vielschichtiges Gebilde. Es besteht nicht nur aus den Quartalszahlen, sondern in erster Linie aus den Menschen, die diese Zahlen hervorbringen.

Die philosophische Arbeit kann keine betriebswirtschaftliche Analyse eines Unternehmens sein, sondern sie schaut vorrangig auf die soziale und mentale Situation eines Unternehmens, auf die soziale Interaktion, die Kommunikation, die Motivation, die Werte- und Sinnvermittlung.

All diese Faktoren sind durch Menschen bestimmt und bestimmen ihrerseits die Menschen. Sie sind für sich selten logisch, aber sie sind logisch beurteilbar.

Genau hier setzt die philosophische Denkarbeit an, die methodisch und rational die Unternehmen als soziale und menschliche Größen analysiert und zugleich deutlich macht, dass unternehmerische Veränderungsprozesse keine abstrakten Vorgänge sind, sondern vorrangig von Menschen gemacht und für Menschen gemacht sind.

Grundlage der philosophischen Arbeit ist das Menschenbild, wie es in der christlichen und der griechisch-römischen Tradition entwickelt wurde. Beide Traditionsstränge sind die Wurzeln unserer europäischen Kultur.

Der Mensch verfügt über eine unveräußerliche Würde. Das Wissen um diese Würde soll das Handeln des Menschen gegenüber anderen Menschen bestimmen. Der Mensch ist vernunftbegabt, und durch Bildung wird der Mensch in die Lage versetzt, seine großartigen Möglichkeiten zu entfalten.

Dieses Menschenbild wurde über viele Jahrhunderte seit der Antike entwickelt und hat seinen Höhepunkt in der europäischen Aufklärung eines Immanuel Kant oder Jean-Jacques Rousseau gefunden. Die philosophische Arbeit sowohl mit Unternehmen und Organisationen, aber auch mit Einzelpersonen ist von diesem Menschenbild geprägt und soll der Verwirklichung dieses Menschenbildes dienen.