Im Dezember 2025 veröffentlichte die Trump-Regierung eine neue Nationale Sicherheitsstrategie, in der sie die Europäische Union scharf kritisierte und die Unterstützung „patriotischer“ Parteien ankündigte, um in Europa eine „Kurskorrektur“ durchzuführen, was allgemein als Förderung rechtspopulistischer und libertärer Organisationen und Gruppierungen interpretiert wurde.
Damit hebt Trump die Unterstützung wohlgesonnener Organisationen auf eine neue, staatliche Ebene. Ganz neu ist sie jedoch nicht. Seit vielen Jahren unterstützen libertäre Thinktanks der USA europäische und auch deutsche Partner. Wer sind sie und was wollen sie?
Die amerikanischen Thinktanks
In den 1970er und -80er Jahren wurden in den USA zahlreiche Thinktanks gegründet, finanziert vor allem durch die Tabak- und Ölindustrie. Das Ziel war relativ klar: Beeinflussung der öffentlichen Meinung, um den schlechten Ruf jener Produkte etwas aufzumöbeln. Hierbei waren die Thinktanks nicht zimperlich und griffen durchaus auf Desinformationskampagnen zurück, um die Gesundheitsschädlichkeit des Tabaks oder wissenschaftliche Belege für den Klimawandel zu leugnen.
Dies ging zumeist einher mit Forderungen nach dem Abbau staatlicher Regulierung der Wirtschaft sowie der Forderung nach größeren Freiheiten für wirtschaftliche Unternehmen. Unter Präsident Reagan, aber insbesondere unter Präsident Georg W. Bush wurde die Arbeit der Thinktanks intensiviert.
Der politische Diskurs in den USA wurde systematisch verschoben, durch geschicktes politisches Framing sowie viele andere Maßnahmen. Inhaltlich lässt sich die Arbeit dieser Thinktanks zusammenfassen als Einsatz gegen jede staatliche Regulierung, für den Abbau staatlicher Behörden und staatlicher Bildung, die weitgehende Abschaffung von Sozialleistungen und von Maßnahmen des Klimaschutzes, sowie der Einschränkung der freien Wissenschaft.
In diesen Anliegen waren die Thinktanks überaus erfolgreich. Sie schlugen wichtige Brücken von Rechtslibertären zu den Konservativen und und schufen so die Grundlage für den Erfolg Trumps.
Daneben waren und sind sie außenpolitisch aktiv. In ihrem Grundanliegen, die Macht der Wirtschaft unabhängig von demokratischer Kontrolle machen und dabei demokratische Institutionen zu schleifen, sind sie interessant für viele Machthaber oder mögliche Machthaber, die es noch werden wollen. So gab oder gibt es enge Verbindungen libertärer amerikanischer Thinktanks zu Pinochet, Milei und Bolsonaro.
Atlas Network

Quelle: wikimedia.
1981 wurde das Atlas Network gegründet. Gründer war Anthony Fischer, ein Bekannter Hayeks. Das Atlas Network versteht sich weniger als eigenständiger Thinktank, es gründet und vernetzt andere Thinktanks. Weltweit.
Finanziert wurde Atlas vor allem durch die Gebrüder Koch aus der Öl- und Chemiebranche sowie durch John Marks Templeton, einen Fondsmanager. Weitere Sponsoren waren nahezu sämtliche Größen der Öl- und Tabakindustrie (ExxonMobil, Shell, Philipp Moris usw.).
Zu den aktuellen Spendern gehören u.a. die Templeton-Stiftungen und der Donors Trust, eine schwer zu durchschauende Institution, die Gelder von anonymen Großspendern entgegennimmt und weiterverteilt, u.a. 2023 ca. 3 Mrd. Dollar an eine Trump nahestehende Stiftung, die America First Legal Foundation.

Sitz der Heritage Foundation in Washington D.C., Quelle: wikimedia.
Thinktanks des Atlas Networks waren es, die das „Project 2025“ erstellten, das die inhaltliche Grundlage für Trumps Destruktion der öffentlichen Verwaltung in den USA darstellt. Federführend war hier die Heritage Foundation, die bis 2020 sicher Teil des Atlas Networks war, zu diesem Zeitpunkt auch als Partner gelistet war. Es gibt noch einen Beleg für September 2020, seitdem gibt es keinen direkten Beleg mehr für eine Mitgliedschaft, da Atlas seit 2022 keine Liste aller Partner mehr veröffentlicht.
Diese Netzwerke sind – gewünscht – sehr undurchsichtig. Viele Spender und Geldflüsse sollen anonym bleiben. Wie gut oder schlecht Verbindungen zwischen ihnen sind: einig sind sie sich in bestimmten politischen Forderungen und auch in der Unterstützung der jetzigen Trump-Regierung, sei sie direkt oder indirekt.
Die Arbeit des Atlas-Networks beschränkt sich nicht auf die USA, das Netzwerk umfasst weltweit etwa 526 Partner in 101 Ländern (2023). Politische Debatten in den einzelnen Ländern werden beeinflusst, so etwa auch die Brexit-Debatte in Großbritannien. Auch nach Deutschland gibt es vielfältige Verbindungen, auch in den deutschen Liberalismus hinein.
Prometheus-Institut
Das 2014 von Frank Schäffler und Clemens Schneider gegründete Prometheus-Institut ist Teil des Atlas-Networks. Bei der Eröffnung hielt der „Freund“ Tom G. Palmer, „von unserem Partner Atlas“, zuständig für die internationalen Programme, eine Rede. Auch im Jahresbericht 2022/23 wird Atlas als Partner genannt.
Im Juni 2023 gab Schäffler gegenüber der „Zeit“ an, dass das Institut nie Gelder von oder den Koch-Brüdern erhalten habe, die Mittel seien durch Crowdfunding und die Spenden deutscher Familienunternehmer erworben, die er aber nicht nennen wolle. 2024 musste Schäffler zugeben, verschiedene „projektbezogene Zuwendungen“ von Atlas erhalten zu haben. Weitere bekannte Spender sind u.a. die Templeton Foundation und Donors Trusts. Bis zum Sommer 2023 war Prometheus im Lobbyregister registriert. Als eine gesetzliche Änderung die Offenlegung der Finanzen erfordert hätte, trat Prometheus aus diesem Register aus.
Seit Oktober 2022 ist Prometheus Mitglied des Netzwerkes „Epicenter“, in dem die europäischen Partner von Atlas zusammengeschlossen sind. Prometheus ist in der Liste der Mitglieder erwähnt.

Quelle: https://heimatderfreiheit.de/
Wofür steht Prometheus inhaltlich? Prometheus führt natürlich das in vielem weiter, was die amerikanischen Thinktanks begonnen haben: gegen Werbeverbote für Tabak und Alkohol, Einkommens- und Unternehmensteuer sind „Enteignung der Bürger“, Sozialmaßnahmen des Staates sind abzulehnen, da die „Ungleichheit zur Freiheit gehört“, Leugnung des Klimawandels, Eintreten für fossile Energieträger, Verunglimpfung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das Schulungsmaterial „Unsere Wirtschaft“ ist nicht mehr als eine Übersetzung der „Foundation for Economic Education“ (FEE), einer Denkfabrik, die ebenfalls vom Ölmilliardär Charles G. Koch finanziert wird. Als Vorbild seiner inhaltlichen Arbeit bezeichnet Schäffler entsprechend das „Manchestertum im 19. Jahrhundert“, das zwar wirtschaftlich erfolgreich war, aber eher durch Kinderarbeit als durch Sozialstaat bekannt wurde.
Weitere Thinktanks
Das Atlas-Network unterhält vielfältige Verbindungen nach Deutschland. Beispielsweise zur Hayek-Gesellschaft. Viele FDPler (unter ihnen Christian Lindner) traten 2015 aus wegen einer zu großen Nähe der Gesellschaft zur AfD. Aus dieser Abspaltung entstand NOUS, bei dem der Atlas-Mann Tom G. Palmer im Beirat saß. Als das NOUS-Mitglied Lars Feld, persönlicher Berater von Christian Lindner im Finanzministerium nach dieser Verbindung gefragt wurde, wirkte er betroffen und versprach, diese zu überdenken. Offensichtlich ohne Folgen, denn Tom G. Palmer blieb im Beirat (Stand 2025).
Der Verband „Die Familienunternehmer“, der schon öfter durch äußerst aggressive Rhetorik auffiel, geriet vor einigen Monaten in die Schlagzeilen, da er die „Dämonisierung der AfD beenden“ und sich ihr gegenüber öffnen wolle, wird von der umstrittenen Präsidentin Marie-Christine Ostermann (FDP) geleitet, ehemals im Kuratorium der bereits erwähnten Hayek-Gesellschaft. Geschäftsführer ist Peer-Robin Paulus, ebenfalls FDP und ebenfalls Mitglied der Hayek-Gesellschaft, im Strategischen Beirat sitzt Prometheus-Chef Frank Schäffler.
Marie Christine Ostermann ist zudem im Beirat von Republik21 und damit kommen wir zu einem Thinktank, der gemäß eigenen Angaben nach amerikanischen Vorbildern aufgebaut ist und der in vielfacher Hinsicht spannend ist für die FDP. Republik21 gilt als rechtskonservative Denkfabrik, die vor allem durch zwei Dinge in die Schlagzeilen geriet: zum einen dadurch, staatliche Zuschüsse an Denkfabriken und NGOs zu kritisieren, selbst aber staatliche Zuschüsse zu nehmen, zum anderen durch die Forderung, die Brandmauer zur AfD zu beenden.

Quelle: https://denkfabrik-r21.de/
Auch hier ist die FDP präsent: einer der Gründer ist Hermann-Otto Solms, im Berat sitzt Karl-Heinz Paqué, bis vor kurzem Vorsitzender der Naumann-Stiftung, Geschäftsführer ist Martin Hagen, der von Kubicki als neuer Generalsekretär vorgesehen ist. Direkte institutionelle Verbindungen zu US-Thinktanks sind nicht belegbar, dem Vorsitzenden Andreas Rödder werden aus seiner US-Zeit allerdings vielfache Verbindungen nachgesagt. Auch darüber hinaus deuten zahlreiche Berichte von R21 aus dem Innenleben der amerikanischen Thinktanks auf enge Verbindungen hin.
Eine wichtige Rolle in diesem undurchsichtigen Netzwerk spielt die Agentur „The Republic“. Nach eigenen Angaben gehören Mitglieder der CDU, CSU und FDP zu ihren Unterstützern. The Republic richtete im Oktober 2024 die „Berlin Campaign Conference“ aus. Finanziert wurde die Veranstaltung wesentlich von der Heritage Fundation („Project 2025“) und dem von Orban finanzierten Danube Institut (deren Geschäftsführer John O’Sullivan früher bei der Heritage Foundation war). Eine der für The Republic zentralen Personen ist Andreas Hellmann, FDP Essen, der 2015 überregional bekannt wurde durch üble Beschimpfungen von Muslimen auf Facebook.

Tom G. Palmer, Quelle: wikimedia.
Wie ist es nun mit der Naumann-Stiftung, dem Mutterschiff der (FDP-nahen) liberalen Bildung? Direkte Finanzierungen kann es nicht geben, da die Stiftung aus öffentlichen Mitteln finanziert wird und Spenden ausgewiesen werden müssen.
Dennoch gibt es zahlreiche Verbindungen zu libertären Thinktanks der USA. In Nahen Osten (Arab Liberty Forum) und Asien (Asia Liberty Forum) führt man gemeinsame Projekte mit Atlas Network durch, das Büro der Stiftung in Nordamerika gilt als gut vernetzt mit den dortigen Thinktanks. Insbesondere zum Cato Institute, das ebenfalls Teil von Atlas Network ist, scheint es engere Verbindungen zu geben. So gibt man beispielsweise gemeinsam den „Human Freedom Index“ heraus. Senior Fellow des Cato Institute ist der bereits benannte Thomas G. Palmer (Atlas Network, NOUS, Prometheus). Gemeinsam mit Prometheus und der Tax Foundation (Atlas Network) führte man Veranstaltungen durch und ist gemeinsamer Herausgeber von Publikationen (z. B. Index der Internationalen Steuerwettbewerbsfähigkeit). Auch in die Organisation des „Atlas Network Experience“ in Berlin scheint die Naumann-Stiftung bzw. einige für die Naumann-Stiftung tätige Personen eingebunden zu sein.
Unterm Strich muss man sagen, dass die Naumann-Stiftung sich in keiner finanziellen oder inhaltlichen Abhängigkeit zu libertären amerikanischen Thinktanks befindet, es aber viele Kontakte und Verbindungen gibt und damit auch inhaltliche Überschneidungen gibt. Alleine die Tatsache, dass der bisherige Vorsitzende Paqué im Beirat von Republik21 ist, deutet auf große Schnittmengen hin.
Ein großes Netz
Das waren jetzt viele Namen und Gruppierungen. Sie bilden nur einen kleinen Teil der Realität ab. Ich habe nur einen Teil dessen erwähnt, was online für jeden sichtbar ist. Weitere Namen und weitere Thinktanks wären noch zu nennen. Auch Medienunternehmen. So etwa Mathias Döpfner von Springer (Welt, Bild), dessen Stabschef Enninga Direktor bei einem von der Tax Foundation (Atlas Network) finanzierten Prometheus-Projekt war.
Auch wenn es noch viele Namen zu nennen gibt: bereits aus den genannten Personen und Institutionen wird deutlich, wie mächtig und großangelegt eine Kampagne stattfindet, die ihren inhaltlichen – und oft auch personellen und finanziellen – Ursprung in amerikanischen Denkfabriken hat. Die wiederum ihren finanziellen Ursprung vor allem in der amerikanischen Ölindustrie haben.
Direkt oder indirekt fließen amerikanische Gelder und Ideen auch in die deutsche politische Landschaft, dies betrifft die beiden Unionsparteien, aber auch die FDP. In diesem unübersichtlichen Netzwerk geht es um folgende inhaltliche Grundzüge, die oft sehr aggressiv vorgetragen werden und auch sehr oft mit pseudowissenschaftlichen und desinformativen Begründungen:
– Weitgehender Abbau bzw. Zerstörung der staatlichen Verwaltung,
– Weitgehender Abbau des öffentlichen Gesundheitswesens und des öffentlichen Sozialsystems,
– Steuererleichterungen für Reiche,
– Ende staatlicher Klimamaßnahmen und Stärkung fossiler Energien,
– Abbau der öffentlichen Bildung bzw. Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit,
– Abschaffung oder Einschränkung nichtprivater, öffentlich-rechtlicher Medien,
– Abschaffung der Brandmauer gegenüber der AfD,
– Scharfe und polemische Ablehnung des „woken“ Zeitgeistes.

Quelle: wikimedia.
Nicht jede der genannten Institutionen vertritt jeden dieser Punkte mit gleicher Intensität. Hier gibt es durchaus unterschiedliche Gewichtungen. Aber diese Punkte bilden wichtige Schnittmengen untereinander und mit den amerikanischen Vorbildern. Was war oder ist das Ziel der amerikanischen Thinktanks? Sie haben dem Trumpismus den Boden bereitet und tun dies auch heute noch. Das muss man im Hinterkopf behalten, wenn es um die vielfachen Kontakte zu diesen Thinktanks geht.
Man darf sich nicht davon beeindrucken lassen, dass sich in den letzten Wochen einige von Trump distanzieren. Trump ist die Folge, nicht der Beginn. Trump wurde erst möglich, weil die Thinktanks schon Jahrzehnte vorher damit begonnen hatten, obige Ziele in der Gesellschaft akzeptabel zu machen, weil sie jahrzehntelang die amerikanische Gesellschaft bearbeiteten und polarisierten. Trump hat diese Ziele politisch verwirklicht, erfunden hat er sie nicht. Entsprechend wird der Trumpismus Trump überleben. Und so spricht auch die Heritage Foundation davon, den „Trumpismus zu institutionalisieren“ und sagt:
„Unser Ziel ist es, eine Armee von angepassten, überprüften, geschulten und vorbereiteten Konservativen aufzustellen, die sich ab Tag eins an die Arbeit macht, um den administrativen Staat zu zerlegen.“
MAGA und der Liberalismus
Die Verbindungen der Thinktanks, die MAGA entwickelt haben, in die deutsche Politik hinein sind offensichtlich. Diese Verbindungen sind kein Zufall, sondern gewollt. Warum sollten amerikanische Thinktanks viel Geld in deutsche Thinktanks stecken, wenn sie keine Übereinstimmung in ihren Zielen sehen? Warum sollten deutsche Politiker und Mitglieder deutscher Thinktanks nicht immer wieder die Nähe amerikanischer Thinktanks suchen, wenn sie keine Übereinstimmung in ihren Zielen sehen?
Die libertären Thinktanks aus den USA bearbeiten die deutsche Politik, auch die FDP, die als liberale Partei eine gewisse Affinität zum Libertarismus hat. Diese Bearbeitung ist nicht direkt. Keiner von Atlas Network ordnet einem deutschen Thinktank an, was er zu tun hat. Aber Atlas und die anderen sitzen in den Beiräten, sie liefern Geld für bestimmte Arbeiten und Projekte, sie schicken Leute zu bestimmten Themen, sie liefern Arbeitsmaterial und Methoden für bestimmte Themen. Und viele FDPler springen darauf an, weil „Freiheit“ und „Eigenverantwortung“ liberal klingt. Aber im libertären Kontext nicht immer ist.

„Capitol Storming“, Quelle: wikimedia.
Die Verwirklichung dieser Ziele der libertären Thinktanks zerstört die Demokratie, die davon lebt, dass es eine demokratisch kontrollierte öffentliche Macht gibt, die die private Macht einschränkt. Weil die Macht sonst nur noch aus Privatinteressen besteht. Wir sehen es in den USA. Aber nicht nur das Ziel, auch die Arbeitsweise zerstört die Demokratie. Desinformationskampagnen zerstören das Vertrauen in Wissenschaft und staatliche Institutionen, in Medien, Justiz, Parlamente.
In ihrer Radikalität des Staatsabbaus, in ihren Desinformationskampagnen, in ihrem Hass auf alles Woke, in ihrer Vulgarität und Bildungsfeindlichkeit scheint etwas auf, das nicht liberal oder wirtschaftsliberal ist, sondern etwas anderes, das dem Liberalismus nicht guttut (vgl. dazu meinen Blog „Liberalismus und Libertarismus„).
Es ist legal, libertäre Ziele zu vertreten. Es ist legal, dass FDPLer solche Thinktanks gründen oder sich in ihnen engagieren. Es ist legal, sich mit Leuten von Atlas Network oder der Heritage Foundation zu treffen oder sie als Redner einzuladen. All das ist völlig legal.
Die Frage, die sich eine Partei wie die FDP allerdings stellen muss: Wollen wir das? Ist das, was in den USA entstanden ist, unsere liberale Vision? Müssen wir uns als Partei nicht dafür interessieren, welche gut organisierten Netzwerke in unserem Inneren arbeiten? Haben Politiker, die sich in diesen Thinktanks engagieren, wirklich das Wohl der Partei im Auge oder geht es ihnen nicht auch um eine Agenda, die in Vielem nicht kompatibel ist mit dem Liberalismus?
Die amerikanischen Thinktanks haben in den letzten Jahrzehnten die politische Diskussion in den USA von Grund auf verändert. Das Ergebnis sehen wir gerade. Wir sollten uns als Liberale nicht an einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland beteiligen, sondern ihr entgegentreten.
Leider hat der Verfasser sich nicht mit uns in Verbindung gesetzt. Entsprechend sind die meisten Informationen über Prometheus und andere Akteure einfach nur aus Lobbypedia per copy-paste übertragen worden. Schade. Genau so stärkt man nämlich die Feinde der Offenen Gesellschaft auf der Rechten, die von Leuten wie Tom Palmer oder uns seit Jahren konsequent bekämpft werden.
Das hier ist reine Verschwörungstheorie.
Sie sind aber sehr herzlich eingeladen, uns zu konatktieren, zu besuchen und kennenzulernen, lieber Herr Dr. Rasche!
Lieber Herr Schneider,
ich freue mich über Ihre schnelle Reaktion. Ich selbst habe im Text darauf hingewiesen, dass ich ausschließlich auf Online-Quellen zurückgreife. Darauf Ihrerseits hinzuweisen, ist ja jetzt keine inhaltliche Widerlegung. Ich bin aber gerne bereit, mich darüber mit Ihnen auszutauschen! Da Berlin nicht direkt neben Rotterdam liegt, gerne online!
Vielen Dank für die Antwort, ich habe Sie angeschrieben.
Für alle Leser:innen empfehle ich schon mal diese Seite:
https://heimatderfreiheit.de/faq/
Die sogenannten Denkfabriken wie Prometheus und R21 koennten noch einen weiteren Zweck haben: Politikerfinanzierung ueber das Geschaeftsfuehrergehalt. Eine Anstellung ohne uebliche Gegenleistung bei einem Verband oder Unternehmen nach alter Art ist mittlerweile anruechig geworden.